Back to Bloggen – Warum es sich heute noch lohnt

Sechs bunte Donuts mit Glasur und Streuseln in einer weißen Box auf rosafarbenem Hintergrund
Teile diesen Beitrag doch gerne auch auf:

In meinem Business habe ich beschlossen, den Fokus wieder mehr aufs Bloggen zu legen. Doch lohnt sich bloggen heutzutage überhaupt noch?

Weitere Artikel zum Thema:

 

Gefunden werden in Zeiten von KI

Im August 2024 hat Google die AI Overviews eingeführt.

AI was?

AI Overviews bedeutet, dass Google dir neuerdings manchmal direkt eine KI-generierte Antwort ganz oben in den Suchergebnissen anzeigt. Noch bevor die normalen Webseiten kommen.

Statt dass du verschiedene Seiten anklicken musst, fasst die Google-KI die Infos für dich zusammen. Besonders bei sehr allgemeinen Themen.

Ganz ehrlich, das hat mich und meine Selbstständigkeit erstmal ziemlich durcheinander gerüttelt. Genau so wie das ganze KI-Thema.

KI kommt, die Aufrufe auf der Website sinken

Plötzlich gingen die Aufrufzahlen auf meiner Website und auf meinem Reiseblog zurück. Alles was ich mir mühsam erarbeitet hatte, war irgendwie nicht mehr gültig. Zumindest hat es sich für mich so angefühlt.

Nach einer kleinen Sinneskrise, vielen Ideen was ich denn jetzt machen könnte und einer seeeeehr langen Sommerpause habe ich beschlossen: Stopp!

Nur weil es Google AI Overviews und KI gibt, muss ich nicht aufhören zu bloggen. Denn es ist auch noch weiterhin wichtig, dass wir eigene Inhalte erstellen und nicht damit aufhören.

Dazu habe ich auch schon mal einen sehr ausführlichen Artikel „Risiken von KI – Warum deine Worte heute besonders zählen“ geschrieben.

Haltung, Meinungen und Blogs werden auch in Zukunft relevant bleiben, nur wie, das ändert sich. Wie genau, das schauen wir uns jetzt mal im Detail an.

Das Wichtigste aus diesem Artikel auf einem Blick:

  • Google nutzt immer noch am meisten zur Suche.
  • Blogs sind nicht tot: KI und Google nutzen sie als Hauptquellen
  • KI-Slop (generische Massenware) überflutet das Netz. Echte Erfahrungen werden wertvoller
  • Google bekämpft KI-Slop mit E-E-A-T und belohnt authentische Inhalte
  • Deine persönliche Meinung und Erfahrung unterscheidet dich von KI-generierten Texten
  • Als Quelle in KI-Antworten zitiert zu werden, kann nachhaltiges Vertrauen aufbauen
  • Bloggen lohnt sich mehr denn je, besonders für komplexe, detaillierte Fragen

Zurück in die Zukunft

Okay bevor wir jetzt tiefer in das Thema einsteigen, warum Blogs sich auch in Zeiten von KI noch lohnen, schauen wir erstmal was sich überhaupt verändert hat.

Die Google AI Overviews habe ich ja oben schon erwähnt. AI ist übrigens die Abkürzung von Artifical Intelligence, das englische Wort für KI.

Doch auch ChatGPT & Co. werden immer häufiger zur Suche und Recherche genutzt.

Heißt das, dass sie Google ablösen? Mhmm im Moment noch nicht.

Schauen wir uns die Zahlen an, sehen wir, dass Google immer noch am meisten zur Suche genutzt wird oder KI und Google gleichermaßen. Trotzdem ändert sich das Suchverhalten und die Aufrufe auf den Websites gehen zurück.

Balkendiagramm zur Verteilung des Suchverhaltens mit Google, ChatGPT und anderen Quellen in Prozent
Prozentualen Nutzung verschiedener Suchkanäle

Das liegt zum einen daran, dass Leute anders suchen und nicht mehr nur ein bis zwei Wörter in die Suche eingeben. Gerade im Zeitalter von Spracheingabe sprechen sie teilweise halbe Romane in die Suche.

Zum anderen liegt es an den bereits mehrfach erwähnten Google KI-Übersicht und KI im Allgemeinen.

Wenn du etwas suchst, bekommst du in der Regel die Antwort kompakt von der KI präsentiert und musst dir nicht mehr die Mühe machen, dich durch eine Anzahl von Links zu klicken, bis du gefunden hast was du suchst.

Früher war alles besser oder doch nicht?

Vor KI war Suchmaschinenoptimierung meistens auch eine Garantie für viele Besucher auf deiner Seite. Voraussetzung: du wurdest weit oben angezeigt.

Doch das hat sich grundlegend geändert. Auch die Pole Position auf Google garantiert nicht mehr automatisch viele Besucher auf deiner Website. Vor allem bei sehr allgemeinen Themen wie Schritt-für-Schritt Anleitungen.

Ist das besser oder schlechter?

Kommt drauf an. Klar ist es doof, dass deine Aufrufzahlen zurückgehen. Doch dafür kannst du, wenn deine Inhalte gut sind, von der Google KI-Übersicht als Quelle genannt werden.

Wirst du oft als Quelle genannt, ist das wie ein kleines Schaufenster für deine Website. Menschen die nach deinem Thema suchen bauen Vertrauen auf. Ganz nach dem Motto: Wenn Google der Seite vertraut dann tue ich das auch.

Stellt sich also die Frage: wenn eh keiner mehr klickt und die Antworten schon aus der KI oder der KI-Übersicht bekommt, lohnt sich dann die Arbeit für einen Blog überhaupt noch?

Google verändert sich, die Klickzahlen sinken. Doch wenn du als Quelle in den KI-Antworten genannt wirst, baust du auch Vertrauen auf.

RBunte Briefumschläge für die Newsletter Anmeldung

Einmal im Monat aktuelle Infos in deinem Postfach. In meinem Newsletter teile ich Gedanken und Impulse wie zu den Themen: Blog, KI, SEO, Website und teile auch dein ein oder anderen Blick hinter die Kulissen.

Mittwochs dabei sein

 

Blogs sind tot, doch totgesagte leben länger

Blogs und Suchmaschinenoptimierung wurden schon oft dem Untergang geweiht. „Blogs sind doch nicht mehr zeitgemäß“ lese ich öfter.

Dabei nutzen wir fast alle Blogs um uns zu informieren. Auch die KI. Denn geben wir unsere Anfrage bei Google ein, führen die meisten Links in der Suchübersicht zu Blogbeiträgen oder Wissensdatenbanken, sogenannten Wikis.

Das Gleiche gilt für KI. Werden Quellen genannt, führen diese auch in den meisten Fällen auf einen Blogbeitrag.

Damit lässt sich die Frage: Sind Blogs tot ganz einfach beantworten: Nein!

Doch die Art zu bloggen verändert sich. Wie genau, das schauen wir uns jetzt mal an.

Beispiel einer KI Antwort mit Quellenangabe, die auf einen Blogartikel verweist
Hier ein Beispiel dafür, dass KI Blogbeiträge als Quelle nutzt. Gibst du bei Perplexity „London East End“ ein, erscheint mein Blogbeitrag von Travellicious als erste Quelle.

Meinung und Haltung zählen mehr als Ranking mit generischen Inhalten

Dank KI wird das Internet mit massenhaft Inhalten geflutet. Wissen ist nicht mehr exklusiv. Jeder kann in fünf Minuten einen Beitrag zu jedem beliebigen Thema erstellen und das in Massen.

Es gibt sogar einen eigenen Begriff dafür: KI-Slop.

Stell dir KI-Slop wie digitales Fast-Food vor. Inhalte, die massenhaft von KI ausgespuckt werden, aber keinen echten Wert haben.

Typisch für KI-Slop sind:

  • Generische Texte ohne persönliche Perspektive
  • Oberflächliche Informationen, die überall gleich klingen
  • Keine echte Expertise oder Erfahrung dahinter
  • Nur erstellt, um bei Google zu ranken

Wenn du also 10 Artikel zum gleichen Thema liest und alle klingen identisch und austauschbar, dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um KI-Slop. Massenware statt Qualität.

Das Phänomen kannst du auch sehr gut auf Social Media beobachten.

In einer Welt voller KI-Massenware wird deine Haltung und persönliche Perspektive zum entscheidenden Unterschied. Generische Inhalte dagegen sind austauschbar, deine Erfahrung und Meinung aber nicht.

Google nutzt KI, liebt aber echte Inhalte

Obwohl Google mit der KI-Übersicht selbst auf den KI-Zug aufspringt, sind massenhaft KI-generierte Inhalte für Google ein absolutes no-go.

Das klingt vielleicht erstmal etwas widersprüchlich, doch Google möchte, dass Nutzer auch weiterhin die bestmögliche Antwort auf ihre Suchanfrage bekommt.

Warum? Weil Google nur dein Bestes möchte, nämlich dein Geld. Google verdient sein Geld unter anderem mit Werbung. Nur, wenn wegen schlechter Antworten keiner mehr Google nutzt, bringt die Werbung auch nichts mehr.

Daher hat Google Richtlinien eingeführt, die gegen KI-Slop vorgehen. Das sogenannte E-E-A-T Prinzip.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann schau am besten mal bei meinem Beitrag: Was Google braucht, um deine Inhalte gut zu finden, vorbei.

Und genau hier kommst du und dein Blog ins Spiel.

Auf deinem Blog kannst du konkrete Erfahrungen von dir selbst oder aus der Zusammenarbeit mit deinen Kunden einbringen und auch deine Meinung und Haltung zu deinem Thema.

Du hast jede Menge Wissen in deinem Bereich. Während die KI nur auf Wahrscheinlichkeiten setzt und schaut, welche Wortkette am besten auf deine Antwort passt, hast du echte Erfahrungen.

Und genau das unterscheidet dich von all den generisch generierten Texten, die alle gleich klingen.

Doch nicht nur das, du trägst mit deinem Blog auch dazu bei, dass die KI von echten Inhalten lernt und ihr Wissen weiterentwickelt. Denn ohne Inhalte keine KI.

Deine authentische Meinung und Haltung sorgt auch dafür, dass du von der KI als Quelle zitiert wirst und so auch Vertrauen aufbaust und eine Stimme in deinem Thema wirst.

Google bekämpft KI-Massenware und belohnt echte Expertise. Wenn du authentische Erfahrungen teilst, wirst du von Google und der KI belohnt.

Also lohnt sich bloggen in Zeiten von ChatGPT und Google KI-Übersichten noch?

Zum Schluss kommen wir zurück zur Ausgangsfrage: Lohnt sich bloggen im Zeitalter von KI noch?

Meine Antwort darauf ist: Ja, mehr denn je!

Auch, wenn die Aufrufzahlen der Websites wegen KI zurück gehen. Deine Meinung, Erfahrung und Haltung in die Onlinewelt zu bringen macht absolut Sinn.

Es gibt immer noch Themen und Fragestellungen, die die KI nicht beantworten kann. Die Suche der Menschen verändert sich. Sie wird komplexer und detaillierter.

Und genau hier kannst du mit deinen Inhalten anknüpfen, indem du diese komplexen Fragen in deinen Blogbeiträgen beantwortest und genau aus diesem Grund macht Bloggen auch heute noch weiterhin Sinn.

Denn, wenn du zu einem Thema gefunden werden möchtest, egal ob auf Google, als Quelle in der KI-Übersicht oder in KIs wie ChatGPT & Co., dann solltest du über dein Thema schreiben.

Google Suchergebnisse mit offenen Fragen, die von KI Overviews nicht beantwortet werden

Auch die Google KI-Übersicht hat ihre Grenzen. Je spezifischer die Anfrage, desto eher kommt sie an ihre Grenzen wie hier in diesem Beispiel.

Deine Meinung ist gefragt

Wie ist deine Meinung zu diesem Thema? Denkst du, dass sich Blogs im Zeitalter von KI noch lohnen? Schreib deine Meinung doch gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf einen Austausch mit dir.

Hat dir der Artikel gefallen und weitergeholfen? Dann teile ihn doch gerne mit anderen.


 

Foto Peggy Zöllner - SEO & Text

Hi, ich bin Peggy – Online-Enthusiastin, Schreibbegeisterte und Kaffeetante.
Auf meinem Blog möchte ich dich dazu ermutigen, dich in SEO zu verlieben und dich hörbar zu schreiben. Du möchtest mehr über mich wissen? Dann schau doch mal auf meiner Über mich Seite vorbei. Lass uns auch gerne auf Instagram und LinkedIn vernetzen.

4 Gedanken zu „Back to Bloggen – Warum es sich heute noch lohnt“

    1. Sehr gerne und vielen Dank für deinen Kommentar. 🙂 Es geht ja nicht nur darum bei Google gefunden zu werden sondern in Zeiten von massenhaft generierten KI Inhalten auch seine eigene Meinung und Haltung nach außen zu bringen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen